Bildungszentrum für Obst- und Weinbau Silberberg
© FS Silberberg

Geschichte von Silberberg

Der Name "Silberberg"
Der Name Silberberg stammt von Graf Heinrich von Silberberg ab.
Die heute bereits stark verfallene Burgruine der Silberberger befindet sich an der steirisch-kärnternischen Grenze in der Gemeinde Hüttenberg.
Durch die Einheirat in die Familie der Herren von Leibnitz kam Graf Heinrich von Silberberg 1331 an den Ort der heutigen Weinbauschule. Sein Schwiegervater, Friedrich der Alt von Leibnitz, belehnte den Silberberger mit einem Hof in Mokirnowe (Muggenau) als Heiratsgut für seine Tochter Gertrud.

 

Historische Ansicht © FS Silberberg
Historische Ansicht
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Geschichte der Schule

Durch die Einschleppung der Reblaus und der Peronospora Ende des 19. Jahrhunderts in die Steiermark, wurden dort viele Weingärten vernichtet. Der damalige Stmk. Landtag setzte seine Hoffnungen in Bildung und kaufte 1895 das Gut Silberberg von Frau Maria Potpetschnigg zu einem Preis von 19.000,- Gulden, um eine Landesrebanlage und eine Ausbildungsstätte für die Winzer der Region zu errichten.
Nach den notwendigen Umbauarbeiten, startete am 1. März 1896 der erste neunmonatige Winzerkurs.
Silberberg blieb bis nach dem ersten Weltkrieg eine Kursstätte für die Obst- und Weinbauern. Die Landes Obst- und Weinbauschule der Steiermark befand sich in der Zeit in Marburg.
Durch die Abtrennung der Untersteiermark, ging sie an Slowenien verloren. Auf Wunsch der Weinbauern und der Bevölkerung wurde 1920, zur 25-jahrfeier, Silberberg zur unabhängigen Landes Obst- und Weinbauschule erhoben.
Im 2. Weltkrieg entstanden erhebliche Schäden in Silberberg, sodass das Schulgebäude und weitere Einrichtungen Anfang der 50er-jahre neu gebaut werden mussten.
1971 gründete man in Gleisdorf eine neue Obstbaufachschule. Silberberg wurde damit zur Fachschule für Weinbau- und Kellerwirtschaft.
1985 vereinigte man 4 damals eigenständige Landesgüter (Silberberg, Kitzeck, Schlossberg, und Remschnigg) und begann mit dem Bau einer neuen Kellerei.

Seit 1985 stehen deshalb 27 ha Rebfläche (davon 8,3 ha BIO-zertifiziert) und zahlreiche land- und forstwirtschaftliche Besitzungen des Landes Steiermark in der Süd- und Weststeiermark unter der Verwaltung von Silberberg.
1998 wurde das Landesgut Remschnigg (Weinbau, Obstbau, Edelkastanien) BIO-zertifiziert.
2014 kehrte die Obstbauausbildung nach Silberberg zurück. Ein neues, modernes Schulgebäude, neue Werkstätten sowie ein Obstlehr- und Versuchsgut mit dem Schwerpunkt Beerenobstanbau wurden errichtet.
2020 wurden aufgrund eines Pachtvertrages zwischen Land Steiermark und Schloss Seggau, die bischöflichen Weingärten übernommen und ein zusätzlicher moderner Gär- und Lagerkeller errichtet.


Silberberg, eine Schule mit einer langen erfolgreichen Tradition und zur Tradition wird, was gut ist.

Arbeiten im Weinkeller © FS Silberberg
Arbeiten im Weinkeller
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